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Weatherdock AG

Segellexikon - Wetter


Zeichen für Bewölkung:
Cr: Cirrus; zarte, hohe weiße Wolken, “Windwolken”, “Katzenhaare”, of in Form von Eisblumen
Cc: Cirrocumulus; dicht gedrängte Cirruswolken, feine hohe Schäfchenwolken
Cs: Cirrostratus; feiner, hoher Schleier, weißlichfaserige Schicht, für Sonne und Mond durchlässig, manchmal nur Ring um Sonne und Mond
Ac: Altocumulus; grobe Schäfchenwolken zu Schichten von weißen Ballen oder Walzen zusammengefügt, oft Schollenform
As: Altosstratus; Himmel wie mit Milchglas überzogen, Sonne und Mond oft erkennbar, mindestens an hellem Schein
Ss: Stratocumulus; graue Wolkendecke mit Struktur
St: Stratus; gleichmäßige formlose Schicht, Himmel grau in grau
Cu: Cumulus; Haufenwolke unten meist glatt, oben wie ein Blumenkohl, scharfe Ränder
Ni: Nimbus; Regenfetzenwolke, Regenschwaden
Cn: Cumulonimbus; große Haufenwolke, aus der es regnen kann. Oft in großen Höhen hochgetürmt, Gewitterwolke, Schauerwolke, Böenwolke
 
Nimbus = Regenwolke; Cumulus = Quellwolke / Haufenwolke; Stratus = flache Schichtwolke; Cirrus = hohe Eiskristallwolke
 
Die Wetterzeichen sind für alle Logbücher gleich und verbindlich. In Verbindung mit Windstärke und –richtung sowie den Wolkenbezeichnungen geben sie ein gutes Bild von der Wettersituation und den getroffenen Entscheidungen.
 

Barographenkurven

Wie man einen Barographen benutzt und wie man aus der Luftdruckkurve Rückschlüsse auf das kommende Wetter ziehen kan.


Optimale Aufstellung
  • Barometer querschiffs aufstellen, dann klappt der Schreibarm bei Lage nicht von der Trommel. Und gut befestigen! Die meisten Barographen haben am Sockel spezielle Vorrichtungen zum Festbolzen auf Regalen oder anderen Teilen. Den Barographenkasten entweder möglichst kardanisch aufhängen oder fest einbauen. Weiche Unterlagen verhindern, dass Motorvibrationen den Schreiber beeinflussen.
  • Den Druck justieren. Um einen Vergleich zu haben, muss der Barograph auf Nordmalnull geeicht sein: Bei gleichbleibender Wetterlage (Hochdruck) Wetterbericht abhören, Luftdruckangabe für das betreffende Gebiet notieren und laut Gebrauchsanleitung einstellen.
  • Hand-Aufzeichnung: Wer keinen Barographen hat, kann die Luftdruckwerte per Hand auf ein Stück Millimeterpapier eintragen, das neben dem Barometer an die Wand geklebt ist. Alle zwei Stunden genügt, bei rapiden Veränderungen öfter! Die Auswertung ist die selbe.

Auswertungs-Regeln

  • Rapider Druckfall ist immer ein Zeichen für Wetterverschlechterung. Wenn dabei gleichzeitig der WInd rechtdreht (also nach rechts), ist ein Tief oder Tiefausläufer im Anzug. Die Bewölkung nimmt zu (Schichtwolken), und es wird bald zu regnen beginnen.  
  • Wenn sich die Druckkurve noch stärker nach unten krümmt, ist ein Sturm zu erwarten.
  • Ist der Druckabfall zu Ende und bleibt die Kurve nahezug waagerecht, ist mit trübem, regnerischen Wetter zu rechnen.
  • Schneller Druckanstieg bringt nur vorübergehende Besserung, schon bald wird der Druck wieder fallen.
  • Langsames, gleichbleibendes Steigen ohne Windzunahme ist ein gutes Zeichen und bringt schönes Wetter.
  • Wenn allerdings bei langsam steigendem Druck der Wind langsam aber sicher zunimmt, ist die Wetterbesserung nicht von Dauer. Man muss mit einem Trog rechnen, der stürmische Winde bringt.
  • In stabiler Hochdrucklage kann man leichte, tägliche Wellenlinien beobachten, besonders in den Tropen, aber auch bei uns. Bleiben die einmal plötzlich aus, dann ist das in den Tropen ein Anzeichen auf einen herannahenden Wirbelsturm!

Wetter für Norddeutschland

Speziell für die deutschen Küsten senden Revier- und Küstenfunkstellen auf UKW-Kanälen regionale Wetterberichte.


Seewetterberichte

Die Deutschen Küstenfunkstellen senden nach Ankündigung auf Kanal 16 einen Seewetterbericht in deutscher Sprache. Inhalt: Wetterlage, Vorhersage für 12 Stunden und Aussichten für weitere 12 Stunden sowie Stationsmeldungen.

Weiterhin senden die Küstenfunkstellen Norddeich und Rügen auf Ersuchen einen Wetterbericht einschließlich Sturmwarnungen. Die Gebühren betragen ca. 5 Euro für deutsche Fahrzeuge.

Die Küstenfunkstellen und Revierfunkstellen der Telekom senden ganzjährig auf UKW Informationen für ihre Sendegebiete mit folgendem Inhalt:

Allgemeine Wettermeldungen, Sichtweite, Böenwarnung, Sturmwarnung, Wasserstände, Störungen an Seezeichen, Schifffahrtshindernisse und besondere Vorkommnisse wie Ankerlieger im Fahrwasser oder der Einsatz von Baggern.


Frontendurchzug

In nordeuropäischen Regionen lässt sich an der Witterung erkennen, in welchem Sektor eines Tiefdruckgebietes man sich befindet.


Die Phasen während des Durchzuges


P1: Kumulus und aufziehender Cirrostratus bewölken den Himmeln, die Sonne ist durch einen milchigen Schleicher sichtbar, aber von einem hellen Lichthof umgeben, die See ist glatt.

P2: Eine graue, gleichförmige Wolkendecke aus Altostratuswolken zieht auf, es kommt zu ersten Regenfällen. Der Wind dreht über Süd nach West und nimmt bei bewegter See zu.

P3: Niedriger, dunkler Himmel. Aus dicken Wolken fällt teils heftiger, kontinuierlicher Regen, Der Wind frischt weiter auf, die See hat zahlreiche Schaumkuppen.

P4: Sehr feuchtes Wetter. Unter einer grauen Stratus- Wolkendecke herrschen Nieselregen oder Nebel. Unruhige, teils hohe See.

P5: Während des Passierens der Front Böen, danach schnelle Aufheiterung mit immer mächtigeren Kumuluswolken. Kondensstreifen am Himmel zeigen Regen an, ausgezeichnete Sicht. Nördlicher, starker Wind mit Böen, Kreuzsee.





Wind im Mittelmeer

Im Mittelmeer gibt es Leichtwindgebiete, aber auch Regionen in denen man das ganze Jahr über mit Starkwind rechnen muss.


Leicht- und Starkwindreviere

Der Gold von Lion ist eines der sturmreichsten gebiete der Welt. Auch in der Straße von Bonifacio muss man mit Starkwind rechnen, hier durch die extreme Düsenwirkung zwischen den beiden Inseln. In Griechenland kann der Wind während der Sommermonate sieben oder gar acht Windstärken erreichen. Am überraschendsten trifft die Segler der starke Fallwind Bora. Ausgesprochene Leichtwindreviere sind die türkische Südküste oder die Ionischen Inseln, mit bis zu 70 Prozent leichtem Wind. Das Tyrrhenische Meer zwischen Sizilien und der Westküste Italiens gilt als eines der ruhigsten Seegebiete des Mittelmeeres.

Levante

Ostnordostwind, der auf die spanische Ostküste zu weht. Auslöser sind ein Tief über dem Tyrrehnischen Meer und ein zweites über Marokko. Da er auf der freuen See entsteht, bringt er hohen Seegang mit sich. Bei Sturmstärke heißt er Levantades.

Mistral

Kaltluft, die in zwei Schneisen gedrängt, aus dem Garonne- und Rhone- Tal weht. Dadurch starke Zunahme der Windgeschwindigkeit. Kommt immer aus nord oder nordwestlichen Richtungen und tritt im Februar am häufigsten, im Juni am seltesten auf. Er kann Sturmstärke erreichen und erschwert dadurch die Rückkehr in französische Häfen. Östlich der Cote dAzur ist er schwächer.

Libeccio

Starke Südwest- und Westwinde teils mit gefährlichen Sturmböen. Tritt vor allem an der Nordküste Korsikas und in der Ligurischen See auf. Stürmisch wird er, wenn sich über dem Golf von Genuua ein Tief bildet, mit heftigen Schauern, Gewitter und rauher See. Bei Libeccio sollte man die Straße von Bonicafio meiden: Die Düsenwirkung verstärkt den Sturm um einige Beaufort, außerdem sorgen hoher Wellengang und starke Strömung für unberechenbare See.

Tramontana

Kalter Nordost- oder Nordwind im westlichen Mittelmeer. Teils gefährlicher Fallwind in Küstenorten mit steil abfallenden Hängen. Charakteristisch für das Tyrrhenische Meer sind WIndstlle oder langanhaltende Schwachwindperioden.

Schirokko

Warmer Südwind auf der Vorderseite von Tiefdruckgebieten. Die Luft ist trocken, staubig, denn der Schirokko entsteht über der Sahara. Mit zunehmender Richtung nach Norden nimmt er Feuchtigkeit auf, so dass er im nördlichen Mittelmeer von Regen und Nebel begleitet sein kann.

Bora

Kalter Fallwind aus Nord, beginnt plötzlich ohne sichtbare Vorzeichen in einigen dafür bekannten Einfallschneisen. Meist wolkenloser Himmel, manchmal Föhnwolken über den Bergen. Setzt plötzlich ein und reicht dabei immer Sturmstärke. Weht sehr regional in Slowenien/Kroatien , am schlimmsten direkt unter der Küste. Nur selten erreicht er die Küsten Ostitaliens. Voraussetzung ist ein Kaltlufteinbruch aus Nordost. Seltener ist die zyklonale Bora mit Wolken. Sie ziehen im Süden auf und können Regen bringen.

Meltemi / Estesien

Trockener Nordwind, von Mai bis September in der Ägäis vorherrschend, am konstantesten im Juli und August. Östlich von Kreta herrscht bis zu neunzig Prozent Melltemi vor, hier eher aus West als aus Nord- oder Nordost (nördliche Ägäis). Kann in der zentralen Ägäis Starkwinde erreichen, durchschnittliche WIndstärke für Juli und August in der mittleren Ägäis um fünf Beaufort, bei Düsenwirkung zwischen den Inseln bis sieben Beaufort.

Bei Meltemi-Wetterlage ist es wolkenlos, die Sicht gut, die Luft trocken. An der türkischen Südküste hat die Luft viel Feuchtigkeit aufgenommen, sie wird zunehmen wärmen und schwüler.






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